Ohje, jetzt heul ich auch.
Ich wünsche es der süßen Wishi so sehr, daß sie ein wunderschönes Zuhause bekommt. Und ich finde Deine Entscheidung ganz richtig, Gaby. Krankheiten und Behinderungen liegen uns so fern, wenn ANDERE sie haben. Wir haben Mitgefühl, ja, wir sagen "SO könnte ich nicht leben", wir bewundern teilweise die Menschen, die damit umgehen können. Aber mehr nicht. WIR könnten das nicht. Und dann trifft es einen plötzlich selber. Die Krankheit ist nicht mehr bei jemand Fremden, die Krankheit ist bei uns selber. Sowas verändert die Sichtweise total. Plötzlich MÜSSEN wir können, wovon wir dachten, wir könnten es nie. Plötzlich müssen wir andere um Hilfe bitten, auf Verständnis hoffen, und was vorher ein unüberwindbares Problem war, sehen wir jetzt in einem anderen Licht.
Vielleicht ist es dem Frauchen von Wish auch so gegangen. Egal, welche Krankheit ihr selbst die Augen geöffnet hat, sie wird ihr gezeigt haben, daß Wishi nicht aus ihrer Behinderung besteht, sondern ein ganz bezaubernder, liebenswürdiger Hund ist - daß ihre Krankheit sie nicht als Lebewesen ausmacht. Leute, die DAS erkannt haben, werden es ihr Leben lang nicht mehr vergessen. Wenn sie also deshalb und jetzt diese Entscheidung getroffen hat, Wish trotz ihres Handicaps zu sich zu nehmen, ist das eine durchdachte Entscheidung, eine, hinter der sie ihr Leben lang stehen wird. Davon bin ich überzeugt. Krankheiten machen uns in mancherlei Hinsicht zu neuen Menschen. Und manchmal auch zu besseren Menschen.

kleines Mädchen. Hier wirst Du geliebt, wie Du bist.
Und Euch, Gaby und Thomas, vielen lieben Dank für Eure Mühe und Euer Verständnis - für Euren entzückenden Pflegling und ihre neuen, alten Menschen
