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Verfasst: Mi 4. Apr 2018, 09:01
von Gaby_3
Glycin....da hattet ihr drei aber einen tollen Urlaub....danke für die schönen Bilder

Verfasst: Mi 4. Apr 2018, 09:31
von Christine
Schade dass wir uns nicht getroffen haben, das Hotel ist bei uns um die Ecke und wir waren auch jeden Tag Richtung See Gassi, schade Poldi hätte Glycin bestimmt gerne getroffen.

Noch ein wenig aus Moldanien:

Verfasst: Mi 4. Apr 2018, 19:18
von schinderhannes
Ein paar Bilder gibt es noch.

hier war ich nochmal in der " Hundeschule" es war schon arg aufregend:

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Tja und meine Zweibeiner wurden auch gefordert- jeden Morgen die Entscheidung was man denn abends essen soll:

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Und als Steigerung war da noch abends einmal eine " Schnapsverkostung". Mir wäre ja eine Wurstverkostung lieber gewesen.....

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Verfasst: Mi 4. Apr 2018, 19:53
von Zuckergoscherl
Glycinchen, du warst doch im Hundehotel. Du kannst dich beschweren, daß es keine Wurstverkostung gab.

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 23:11
von Donaufee
Vor Weihnachten ist Glycine beim Gassi einige Male an ein parkendes Auto hingedotzt. Es ist mir aufgefallen, aber ich habe es einfach darauf geschoben, dass sie beim intensiven Schnüffeln das Auto nicht gesehen hat.

Wir haben ihr angewöhnt vor unserer Außentreppe stehen zu bleiben, dann wird sie abgeschnallt und bekommt ein Leckerli. Auf der Spätrunde hat sie dann einmal, anstatt zu mir zu gucken den Mond angehimmelt, sie hat garnicht gemerkt, dass ich in einer völlig anderen Richtung stand. Da wurde mir schon ein wenig anders.

Daraufhin begann ich Glycine zu beobachten und merkte, dass sie öfters mal was übersehen hat. Im Januar hat sie dann innerhalb kurzer Zeit, ich würde sagen maximal 2 Wochen, einen grauen Schleier an ihrem linken Auge bekommen. Unser Haustierarzt bestätigte dann, den ja jetzt offensichtlichen Verdacht, dass Glycine grauen Star hat und auf ihrem linken Auge blind ist. Zudem stellte er fest, dass auch das rechte Auge schon Anzeichen für einen grauen Star hat. Wir haben uns recht lange mit ihm unterhalten und er hat uns auf die Möglichkeit hingewiesen, dass man den grauen Star evtl. auch operativ behandel könne, er aber keine positven Rückmeldungen der Patienten bekommen hätte, die ihren Hund haben operieren lassen. Er tröstete uns, dass blinde Hunde auch gut zurecht kommen können. Da wir auf den CoSeNot-Treffen schon einige blinde Hunde (Sabia von Karin, von den CoSeSisters und auch Luna von Evi) erlebt haben und es uns sehr beeindruckt hat, wie sie mit ihrer Behinderung umgehen, haben wir nicht panisch reagiert.

Wir dachten, wir hätten noch viel Zeit, bis sich die Welt für Glycine verdunkelt.

Dann im Februar kam die Zeit, wo unsere Pflegehündin Leni ihr Beinchen operiert bekommen hat und wir unser Augenmerk auf sie hatten. Kurz vor der Vermittlung wurde Leni noch akut krank, sie bekam genau eine Woche vor ihrer Vermittlung blutigen Brechdurchfall und wir mussten mit ihr in die Klinik. Es waren bange Tage und wir standen praktisch Kopf. Groß war dann die Erleichterung, dass Leni "nur" Anaplasmose hat, die gut und einfach zu behandeln ist. Noch größer war die Freude, dass sich die Interessenten von Leni, nicht haben schrecken lassen sondern Leni trotzdem zu sich geholt haben.

Das Vermittlungswochenende war vorbei und wir hatten noch eine Woche zu arbeiten, bevor wir in den Oster-Urlaub fahren konnten. In dieser Woche hat sich Glycine stark verändert. Sie wollte nicht mehr richtig Gassi gehen, hat viel geschlafen und wir merkten, dass sie immer mehr Probleme mit dem Sehen hatte. Da dachte ich zum ersten Mal, dass wir noch einmal zu einem anderen Arzt gehen sollten.

Dann kam schon der Urlaub, eine Woche von zuhause weg....und wir stellten fest, dass die Sehkraft von Glycine immer mehr schwand. Als wir nach 7 Tagen wieder nach Hause fuhren, da war sie praktisch schon völlig blind.

Zuhause forschte ich erst einmal, wo sich der nächste Tierarzt findet, der Augenuntersuchungen macht. In der gleichen Woche bekamen wir dann noch einen Termin in der Notfall-Klinik, in der wir 4 Wochen vorher mit Leni waren. Die Augentierärztin bestätigte die Diagnose grauer Star beidseitig und ermunterte uns, dass wir Glycine vielleicht doch operieren lassen, wenigstens ein Auge, wenigstens die getrübte Linse entfernen, ohne die Glycine dann wenigstens noch hell und dunkel unterscheiden könne.

Wieder zuhause nahmen wir sofort Kontakt zu der Spezialpraxis für Augenheilkunde in Augsburg auf. Wir sollten bei unserem Haustierarzt diverse Blutuntersuchungen machen lassen und mit den Ergebnissen zum Termin kommen. Zu unserem Glück bekamen wir gleich einen Termin in der Folgewoche.

So fuhr ich gestern mit Glycine nach Augsburg. Die Ärztin stellte fest, dass Glycine beidseitig grauen Star hat, auf ihrem rechten Auge ist inzwischen auch deutlich eine Trübung zu erkennen. Aufgrund der sehr schnellen Erblindung, einem geringen Augendruck und einer Rotlichtuntersuchung die negativ ausgefallen ist, geht sie von einer Entzündung im Auge aus, die durch die Erbkrankheit PRA (führt zur Zerstörung der Netzhaut) hervorgerufen wurde. Zudem ist die Linse im linken Auge, soweit ich verstanden habe, durch die schnelle Trübung schon brüchig, was gefährlich werden kann. Gegen die Entzündung bekommt Glycine zunächst Augentropfen.

In zwei Wochen haben wir den nächsten Termin. Da wir Glycine in eine leichte Narkose versetzt, dann wird das Innere des Auges gereizt, gleichzeitig werden ihre Gehirnströme, ähnlich wie bei einem EEG gemessen. Wenn die Netzhaut zerstört ist, dann kommt im Gehirn auch nix an. Dann wird noch per Ultraschall der Zustand der Linse und das Gewebe in dem die Linse ist untersucht. Nach diesen Untersuchungen kann man sagen, ob irgendeine OP überhaupt was bringen würde.

Die Ärztin ist sehr, sehr nett und beteuert, dass sie nur operieren würde, wenn sie sich sicher ist, dass Glycine wieder etwas sehen würde, da bei einer OP eine Reihe von schweren Komplikationen auftreten können. Na gut, auf biegen und brechen wollen wir Glycine der Belastung durch so eine OP garnicht aussetzen. Wir wollen abklären, ob wir noch etwas für sie tun können.

So im Gespür habe ich, dass man wohl nichts mehr machen kann um Glycine wieder die Sehkraft zu geben. Ich glaube ich will einfach die Bestätigung haben, dass es nun einfach so ist. Dann können wir es auch annehmen und lernen damit Umzugehen.

In den letzten Monaten habe ich das Forum rauf und runter durchforstet und nachgelesen, was bisher über Augenerkrankungen und den Umgang mit einem blinden Hund geschrieben wurde. Vielen Dank für eure Einträge, sie sind doch auch tröstlich. Auch habe ich das Buch über blinde Hunde, das Evi empfohlen hat, schon besorgt.

Sollte noch jemand einen Tipp haben, wie wir noch besser mit der Erblindung umgehen können, würden wir uns sehr freuen.

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 23:20
von Zuckergoscherl
Liebe Ute, das tut mir sehr leid. Glycin ist bei euch bestens aufgehoben und ihr werdet alles für die Maus tun.

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 23:36
von seegucker
Ach Ute und Bernd, das tut mir leid. Natürlich gibt es schlimmeres, aber ich musste gerade doch ein bisschen schlucken. Und jetzt, nachdem ich den Text gelesen habe, weiss ich auch, dass es auf dem einen Urlaubsfoto doch kein Licht oder irgendwas vom Fotografieren her war - da hatte ich noch gedacht, warum Glycines Auge so komisch aussieht.

Toll, wie ruhig und besonnen Ihr damit umgeht. Wie Lena geschrieben hat, Glycine ist in besten Händen bei Euch ... und bei Euren Tierärzten wohl auch. Ich finde es lobenswert, wenn nicht um jeden Preis versucht wird, eine OP zu "verkaufen", da gibt es ja leider auch genügend andere Beispiele.

Ich drücke Euch und Glycinchen aus Ferne.

Verfasst: Fr 13. Apr 2018, 23:51
von elfie
Lieber Bernd, liebe Ute,
das ist erst einmal ein Schock, den man verdauen muss. Und die Untersuchung wird ja dann auch Gewissheit geben.
Vielleicht kann man ihr durch eine OP ja ein wenig Sehkraft erhalten. Ich würde es Euch wünschen.
Nille kann auch nur auf einem Auge eingeschränkt sehen. Das hilft im Alltag enorm, aber man muss trotzdem viel
vorausschauender agieren. Da gewöhnt man sich dran und wächst rein.
Z.B. kann ich die Fliegengittertür oder Terrassentür nicht zumachen, wenn wir draußen sind. Nille rennt mit Karacho dagegen.
Oder der Stacheldraht an der Kuhwiese, sie latscht beim Schnuffeln einfach mitten rein.
Und Glycinchen kann ja auch noch ihre Ohren zur Orientierung zur Hilfe nehmen.
Ich drücke aber erst mal die Daumen, dass es noch eine Chance für eine Besserung gibt!

Verfasst: Sa 14. Apr 2018, 07:05
von Rainer L.
Das sind wahrlich keine schönen Nachrichten. Ihr werdet schon das Bestmögliche für die Kleine herausholen.

Bei der beschriebenen "Verschlechterung" nach Weggang der Pflegehündin denke ich allerdings gleich an erlebte Situationen, wo sich ein Blindie an den anderen Rudelmitgliedern orientiert. Das geht oft schnell und dann fehlt ein Bezugspunkt, wenn der plötzlich weg ist.

Wir können gern auf dem Treffen ein wenig darüber reden.

Daumen gedrückt für die Untersuchungen.

Verfasst: Sa 14. Apr 2018, 07:52
von Dodo und Günni
auch wir drücken die Daumen für die Untersuchung.
Es ist bestimmt ein Schock diese Diagnose zu hören. Piefke hat ja nur noch ein Auge und kann auf dem Anderen kaum noch sehen. Aber er ist zum Glück noch sehr munter.
Ich habe auch früher schon blinde Hunde gehabt und es zum Teil erst sehr spät bemerkt. Sie kamen aber, je nach Charakter, sehr gut mit dieser Behinderung zurecht