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Verfasst: Fr 9. Mär 2018, 12:47
von Gaby_3
Heute morgen war ich mit Josef zum 1.ten Check bei meiner Tierärztin.....
Ich habe mich ja doch sehr gewundert, als Josef hier im Forum eine PS gesucht hat, dass ein Vermehrer einen so jungen Hund abgibt. Dachte so bei mir, er hat bestimmt einen Mango...mit ihm kann er nicht züchten....also kein Geld verdiensen....
Meine Befürchtung hat sich leider bewahrheitet....hatte ja schon gleich die Vermutung....er sieht sehr schlecht...
Nun.....
Josef wiegt 11kg.Herz und Lunge,Ohren ok.....aber.....er hat auf beiden Augen einen Katarakt. Also einen grünen Star.....Linsentrübung bds.Es gibt keinerlei Medikamente dazu, weder Augensalbe noch Tropfen oder Tabletten.
Die einzig mögliche Therapie ist die operative Entfernung der getrübten Linsen. Ab ob das möglich wäre, gehören vorher genauste Untersuchungen dazu. Meine TÄ hat in Wiesbaden die Augenklinik von Dr. Stefan Kindler empfohlen. CoSeNot hat sein ok dazu gegeben..... :dasch
Ich habe nun einen Termin dort gemacht.....am 27.03. Um 16.20 Uhr.... :a5

Verfasst: Fr 9. Mär 2018, 14:31
von Christine
Armer Josef ...... arme Gaby, hoffentlich kann dem armen Buben geholfen werden. So jung und schon einen grünen Star!!! :a5

Verfasst: Fr 9. Mär 2018, 14:32
von Dumeklemmer
Hoffentluch kann man sein Augenlicht retten!!!

Verfasst: Fr 9. Mär 2018, 15:28
von Gaby_3
Wenn...können nur die OP an den Augen helfen....und die werden nicht billig sein.....mal abwarten

Verfasst: Fr 9. Mär 2018, 15:52
von Olivia
... Mensch Gaby da hattest du aber den richtige Riecher. Aber wie du schon geschrieben hast, freiwillig verzichtet ein Vermehrer nicht auf seinen Gewinn. Das sind echt widerliche Menschen.

Wir drücken die Daumen, dass eine OP möglich ist und sein Augenlicht gerettet werden kann.

Verfasst: Fr 9. Mär 2018, 17:15
von cockerhetti
Gaby das tut mir sehr leid. Fühl Dich mal gedrückt von mir. Es werden hier alle Daumen und Pfötchen für den lieben Schatz gedrückt .

Verfasst: Fr 9. Mär 2018, 17:16
von einstein
Kann man grünen Star bei Hunden operieren? Das wär ja toll. Bei Menschen glaub ich geht das nicht.
Wir drücken Daumen und Pfoten für Josef.

Verfasst: Fr 9. Mär 2018, 17:22
von Zuckergoscherl
Liebe Gaby, du hast wieder ein Sorgefällchen. Ich drücke fest die Daumen für den kleinen Josef.

Verfasst: Fr 9. Mär 2018, 19:15
von Gaby_3
Termine nach Telefon. Vereinb.
Tierarztpraxis Saarbrücker Alle 7 Mo, Mi, Do, Sa: 9.00-12.00 Uhr
Dr. m ed. vet. Stefan Kindler 65201 Wiesbaden-Schierstein Mo - Fr: 16.00-19.00 Uhr
Fachtierarzt für Chirurgie Tel.:*: (0611) 188 58 15, *ISDN Mi.: 16.00-20.00 Uhr
Augenheilkunde Fax: (0611) 188 58 14 Di- und Fr-Vor. nach Vereinb.
Sehr geehrter Tierbesitzer/-in
bei Ihrem Tier ist eine Trübung der Augenlinse festgestellt worden. Diese Trübung der Augenlinse ist ein grauer
Star oder eine Katarakt. Der graue Star ist eine der häufigsten Erblindungsursache bei unseren Haustieren.
Katarakte können ausgelöst werden durch Augenverletzungen, Entzündungen im Auge, innerere
Erkrankungen - wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), die sich auf das Auge auswirken können. Die
meisten Linsentrübungen sind jedoch erblicher Natur. Nicht jede kleine Trübung verursacht Sehprobleme,
meist schreiten die Trübungen jedoch fort und verursachen letztendlich eine Erblindung.
Leider ist eine medikamentelle Behandlung oder Vorbeuge einer Katarakt nicht möglich - die Behandlung ist
immer chirurgisch. Die Entfernung der getrübten Linse geschieht mittels Phacoemulsifikation, d.h. eine
Zertrümmerung der Linse mit Ultraschall, wie sie auch beim Menschen durchgeführt wird. Bei sehr harten
Linsen ist dies leider nicht möglich, hier muß die Linse aus der Linsenkapsel geklöst und als Ganzes aus
dem Auge entfernt werden (extrakapsuläre Linsenextraktion). Nach Entfernung der getrübten Linse kann häufig
in die nun leere Kapsel der Linse eine neue künstliche Linse eingestzt werden. Das Auftreten von
Komplikationen ist nach dem Einsetzen einer Kunstlinse soger seltener als ohne! Gelegentlich zeigt sich
allerdings erst während der Operation eine verminderte Festigkeit der Aufhängung der Linsenkapsel - das
Einsetzen eine Kunstlinse ist dann unter Umständen nicht sinnvoll oder möglich. Die Sehkraft ist nach der
Operation jedoch trotzdem besser als vorher, ggf können postoperativ Kontaktlinsen ein völlig normales Sehen
ermöglichen.
Die Erfolgsraten der Kataraktchirurgie bei Hund und Katze liegen etwa bei 90 - 95%. Dies bedeutet jedoch,
daß in 5 - 10% aller Fälle Komplikationen wie erhöhter Augeninndruck, chronische Entzündungen oder
Netzhautablösungen auftreten können, die eine Wiederherstellung der Sehkraft verhindern. Alle Hunde
bekommen einen Nachstar (zum Vergleich beim Menschen: Kinder bis zu 100%, Erwachsene 30 - 70%), eine
Behandlung dafür ist nur sehr selten erforderlich.
Verläuft die Operation planmäßig, sollte Ihr Tier nach wenigen Stunden bis Tagen wieder sehen können.
Um das bei jeder Narkose bestehende Narkoserisiko sowie Operationsrisiken und mögliche Komplikationen
zu minimieren sollte vor der Narkose durch Ihren Haustierarzt / Ihre Haustierärztin eine komplette
Blutuntersuchung, möglichst auch eine Röntgenaufnahme und ein EKG durchgeführt werden. Um allgemeine
Komplikationen zu vermeiden führen wir nach der Narkoseeinleitung mittels einer Spritze eine Gasnarkose mit
Überwachung des Tieres mittels EKG, Pulsoxymetrie und Kapnographie, sowie Blutdruckmessungen durch.
Vor der Operation sollten bereits mehrere Tage lang Augentropfen gegeben werden; diese Tropfen werden
auch langfristig nach der Operation weitergegeben. Ist das Innere des Auge wegen der Linsentrübung nicht
mehr einzusehen wird in Narkose unmittelbar vor dem Eingriff eine Ultraschalluntersuchung des Auges sowie
ein Elektroretinogramm - eine Untersuchung der Netzhaut auf Ihre Funktionsfähigkeit- durchgeführt.
Die Dauer des Eingriffs ist in der Regel weniger als 1/2 Stunde pro Auge.
In der Regel wird ein Halskragen erforderlich sein, um ein Kratzen am Auge zu verhindern. Ihr Tier sollte in den
ersten 2 Wochen nach der Operation möglichst nicht mit anderen Tieren spielen, Baden und andere
Anstrengungen sind möglichst zu vermeiden. Wir werden Ihnen nach den Kontrolluntersuchungen so schnell
wie möglich dafür grünes Licht geben! Kontrollen sind i.d.R. 1, 4, 7 und 14 Tage nach dem Eingriff geplant.
Weitere und zusätzliche Kontrollen richten sich nach dem Zustand Ihres Tieres, und werden dementsprechend
individuell terminiert. Letztlich sollte der Patient lebenslang mindestens 1 x im Jahr einem auf Augenheilkunde
spezialisierten Tierarzt vorgestellt werden um Spätkomplikationen zu vermeiden.

Verfasst: Fr 9. Mär 2018, 20:13
von seegucker
Danke, Gaby, für diesen Beitrag! Ich hatte nach Deinem ersten Beitrag bei www. tieraugenpraxis.de nachgelesen und war mir dann nicht sicher, welchen Star Josef denn genau hat (grau oder grün). Ich drücke Euch und Josef ganz fest die Daumen, dass der Eingriff erfolgreich verläuft und er sein Sehvermögen behält. So oder so, Dir bzw. Euch stehen wieder anstrengende Tage ins Haus ... erst die Sorge, wie der Eingriff wohl verlaufen wird, und danach dann die "Ruhigstellung" im normalen Alltag. Keine leichte Aufgabe. Du und Dein Mann, Ihr seid schon ein ganz besonderes und tolles Team. Chapeau! - und herzlichen Dank an Euch beide.